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Schlafen

Träumen oder Schmusen. Drei Schlafzimmer bieten Ruhe nach Wanderungen, Stunden in der Sonne oder ein, zwei Flaschen Wein. Stille. Eingebettet in kuschelige Baumwolle und das morgendliche Zwitschern der Vögel. Die ehemalige gute Stube mit einem Doppelbett, die Kammer mit zwei Einzelbetten und das Schlafzimmer zum Garten mit einem Doppelbett.

Wohnen

Weiches Tannenholz. Schwarzes Leder. Raschelnde Buchseiten. Die schlichte Eleganz des Wohnzimmers kontrastiert den bäuerlichen Charme der Stube. Patina. Wärme. Geborgenheit. Steinerne Unebenheit und hölzerne Stufen verbinden. Ein Blick ins Grüne. Gartenzimmer und Salettl führen langsam in die Natur. So stehen sich die Wohnräume des Richterhauses gegenüber – jeder Stimmung ein Raum. Zusammensein. Verweilen. Allein Sein.

Kochen

Essen und Trinken. Geselligkeit. Die Küche lädt zu ausgiebigen Kochabenden oder einer raschen Brotzeit ein. Kräuter aus dem Garten. Saftiges Obst. Ofenwarmer Kuchen. Schwarzer Ruß und böhmisches Gewölbe erzählen Geschichten. Feuer. Rauch. Geselchtes. 

Aus dem Hahn rinnt kühles Wasser. Mit frisch gebrühtem Kaffee die morgendlichen Sonnenstrahlen verfolgen. Im Weinkühlschrank wartet eine Auswahl handwerklich hergestellter Weine. Der Sekt prickelt auf der Zunge.

Essen

Altbayerische Küche im Wirtshaus oder Fine Dining im Restaurant. Schweinsbraten mit böhmischen Knödeln oder das große Menü mit zehn Gängen. Im Zweifelsfall einfach eine Flasche Wein in der Stube. Um Scherleinsöd herum findet sich lokale Esskultur und zeitgenössische Küche. Kleine Hofläden verkaufen regionale Produkte und auf Wochenmärkten wird angeboten, was der Bayerische Wald so hergibt. Resches Brot. Saisonales Gemüse. Würziger Käse.

Unsere Empfehlungen haben wir sorgsam für Sie kuratiert.

Denkmal

Das Richterhaus, ein Amtmannshaus ohne viel Grundbesitz. Vier Generationen Gerichtsdiener wohnten hier. Dann Handwerker, sogenannte Kleinhäusler. Das Haus dreißig Jahre unbewohnt, kein fließend Wasser, nur ein Brunnen. Im Innern des Wohntraktes ist die ursprüngliche Bausubstanz und Raumstruktur unangetastet erhalten geblieben. Das Wohnhaus besticht durch seinen ursprünglichen Charakter. Die Wände aus Gneis und Granitfeldsteinen. 1670, das Baujahr. Die Restaurierung, 2020 - 2026.

Ein Familienprojekt in Eigenregie und Handarbeit, mit dem Anspruch historische Baukultur nachhaltig zu erhalten. Eine rote Linie durchzieht Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Heute zeitgenössische Gastlichkeit. Was morgen kommt ist offen. Doch das Verströmen der Zeit ist spürbar und die Zeit ist hier selbst zur Künstlerin geworden; eine Künstlerin die weiß, dass die meisten Dinge durch Weglassen schöner werden.

Sauna

Hitze. Entspannung. Schweiß. Kurz durch den Garten und drei Stufen hinab empfängt die Wärme, umhüllt und lässt nicht mehr los. Bis ein kalter Strahl Wasser unter offenem Himmel über den Körper stürzt. Wohliges Erschaudern und dabei Raum und Zeit vergessen. Vielleicht die heiße Haut im Schnee abkühlen oder erschöpft im Gartenzimmer träumen.

Garten

Zwischen satten Efeuranken und roten Johannisbeeren. Der Garten verschiebt Perspektiven: ein Blick in die Landschaft, ein Blick in das Dorf, ein Blick auf das Haus. Die Augen verweilen auf der Fassade und versinken in den Spuren der Zeit. 

Nackte Füße streifen durch den Morgentau. Ringelblume. Salbei. Mohn. Im Bauerngarten wachsen Kräuter, darüber liegt der herbe Duft von Quitten. 

Manchmal hängt nach dem Grillen die rauchige Kleidung vor der Tür. Später im letzten Abendlicht fallen dicke Schneeflocken ganz gleichmäßig und verhüllen in aller Stille die Gartenbank, die roten Berberitzen und die Astern. Der Weg zur Sauna ist gar nicht so weit.

Aktivitäten

Das Richterhaus. Im Dreiländereck. Im Abteiland. Im südlichen Ausläufer des Bayerischen Waldes. Es gibt viele Namen für dieses Rumpfgebirge, der Nordwald, der Bayerwald, der Böhmerwald, aber der tschechische ist der poetischste: Šumava, die Rauschende. Die Klangfarbe der Wipfel.

Dem Schwarzenbergkanal tief in den Wald folgen. Die Abkühlung an heißen Sommertagen bringen Rannasee und Freudensee. Spaziergänge durch den stillen Winterwald. Zu jeder Jahreszeit lässt sich dieses Stückchen Land zwischen Hügeln, Feldern und Flüssen erkunden. 

Über kleine Pfade, durch tiefe Wälder und auf steinige Gipfel schlängeln sich die Wanderwege des Bayerischen Waldes. Dreisessel. Lusen. Saußbachklamm. Dann einkehren auf ein Bier und einer Brotzeit. Und ja, die romantischen Erwartungen an diesen mystisch aufgeladenen Wald müssen erwandert werden.

Nicht nur zu Fuß, sondern auch mit dem Rad lässt sich dem Goldenen Steig folgen – ein Netz aus alten Salzhandelswegen. Von der Donau bis zur Moldau durchkreuzen sie das Abteiland nördlich von Passau. Auch das österreichische Mühlviertel, unweit des Richterhauses, lässt sich über Radrundwege erkunden. E-Bike. Mountain Bike. Rennrad. Gravel Bike. Egal ob ambitioniert oder gemütlich, alles ist möglich. 

 

Auf einer Zille die Donau hinab, vorbei an Schlössern, Ruinen und Schotterbänken, nähert man sich dem geographischen Solitär der Schlögener Schlinge – bis die bewaldeten Steilhänge sich schließen und der Fluss sich in seine große Krümmung schmiegt: ein Bild von stiller, eindringlicher Kraft.

Im Winter bieten Bayerischer Wald und Böhmerwald Langlaufloipen und Schneeschuhwanderungen durch friedliche Landschaften. Den Kopf freibekommen. Dem Alltag entfliehen. Ausblicke genießen.

Kultur

Passau - die Dreiflüssestadt, auf einer langgestreckten Halbinsel, ein Wasserschloss eingeklemmt zwischen Inn, Ilz und Donau. Ihre Geschichte reicht zurück bis in die römische Antike. Auch der jahrhundertealte Bischofssitz, mit einer der größten mittelalterlichen Burg Europas, zeugt von der kulturellen Bedeutung Passaus. Alte Steine. Barocke Fresken. Stille Kirchen. Die doch so quirlige Stadt bietet Museen, Theater, Kabarett und bayrische Esskultur

 

Auch an der Donau entlang oder der Ilz in den Bayerischen Wald folgend finden sich Spuren der Vergangenheit und lokaler Handwerkskunst. 

Ein Besuch im Freilichtmuseum Finsterau zeigt eindrucksvoll die bäuerliche Alltagswelt des Bayerischen Waldes vergangener Jahrhunderte. Danach unbedingt ins Gasthaus D'Ehern – herzhaft bodenständige baierisch-böhmische Küche. Und bei schlechtem Wetter, 45 Meter unter der Erdoberfläche, in Kropfmühl das einzige Graphitbergwerk Deutschlands erkunden oder ein Besuch im Granitzentrum in Hauzenberg.


Jenseits des Abteilandes wartet das Barocktheater von Ceský Krumlov oder moderne Kunst im österreichischen Linz. Auf dem Weg dahin lassen sich Brauereien und Webereien im Mühlviertel erkunden – Hopfen und Leinen.

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